[HARDWARE] – Läuft mein System richtig?
├── [ ] Ich bin mir unsicher – läuft mein System normal? (Hardware Beschleunigung)
├── [ ] Ich will ein neues System kaufen – was brauche ich?
├── [ ] Ich will eine höher auflösende Kamera kaufen – reicht mein System noch?
└── [ ] Ich nutze Linux und habe Probleme mit OpenCL/Treibern
[SOFTWARE] – Mein System ist okay, aber darktable läuft langsam
├── [ ] Mein System ist okay, aber darktable fühlt sich zu langsam an
└── [ ] Ich habe ein konkretes Problem (Absturz, Hänger, extrem langsame Exporte)
Vergleiche mit Benchmarks: Darktable hat Referenzwerte für typische Systeme. Zum Beispiel:
- 24 MP (Standardkameras): Moderne Systeme sollten Exporte in wenigen Sekunden schaffen. Wenn dein Export länger dauert (z. B. über 10–20 Sekunden), könnte etwas nicht stimmen.
- 61 MP (Hochauflösung): Hier zeigen sich Schwächen bei CPU, GPU oder Speicher deutlicher. Vergleiche deine Zeiten mit den Benchmarks auf der Seite (z. B. für AMD oder Intel-Systeme).
- In DT-PA (Performance Analyser) siehst du eine Liste mit Ergebnissen von anderen Usern. Sortiere nach Zeit und schaue, wo dein System steht. Wenn du deutlich langsamer bist, ist ein Problem wahrscheinlich.
Was zeigt DT-RM (Realtime Monitor)? Im „Monitor“-Tab siehst du die Gesamtzeit pro Pipeline-Durchlauf („Last“). Wenn das bei jeder Änderung (z. B. Regler ziehen) über 1–2 Sekunden geht, wirkt es „ruckelig“. Vergleiche mit der „Timeline“ (mehrere Durchläufe übereinander) – wenn Zeiten stark schwanken, könnte es an CPU/GPU-Wechseln liegen.
Indikatoren für Probleme:
- Langsame Reaktion in der Dunkelkammer: Wenn das Ziehen von Reglern stockt, ist die GPU überlastet oder OpenCL deaktiviert.
- Export dauert ewig: Das zeigt die maximale Last – wenn es viel länger als Benchmarks dauert, prüfe CPU/GPU-Balance.
- Cache Hits: Im DT-RM-Top-Bar – hohe Werte (über 90%) sind gut, niedrige bedeuten ineffiziente Zwischenspeicherung.
Wenn deine Zeiten in der Nähe der Benchmarks liegen, ist alles okay. Ansonsten: Identifiziere den Flaschenhals (siehe unten) und optimiere (z. B. OpenCL aktivieren oder Treiber wechseln).
Welche Module kann ich zur Bearbeitung deaktivieren und erst beim Export wieder einschalten?
Das ist ein Klassiker für flüssigere Arbeit! Viele Module sind rechenintensiv und bremsen die Vorschau in der Dunkelkammer, aber nicht immer nötig für den Look. Die Seite empfiehlt, sie temporär auszuschalten und erst am Ende einzuschalten. Hier die wichtigsten:
- Warum deaktivieren? Die Pixelpipe (Bildverarbeitungskette) läuft bei jeder Änderung komplett durch. Rechenintensive Module (z. B. diejenigen ohne GPU-Unterstützung) verlangsamen alles. In DT-RM siehst du im „Monitor“-Tab, welche Module am meisten Zeit brauchen (sortiere nach „Time“). Blau = GPU (schnell), Lila = CPU (langsam).
- Empfohlene Module zum Deaktivieren:
- Diffundieren oder Schärfen (Diffuse or Sharpen): Sehr rechenintensiv, oft nicht sofort sichtbar. Deaktiviere bis zum Schluss.
- Entrauschen (Denoise – profiled): Braucht viel CPU/GPU-Power, besonders bei hohen Einstellungen. Schalte es aus, bis das Bild fertig ist.
- Chromatische Aberrationen (Chromatic Aberrations): Kann CPU-lastig sein und die Pipeline bremsen.
- Contrast Equalizer: Wenn du viele Anpassungen machst, deaktiviere temporär.
- Andere: Vignettierung, Körnung (Grain), Retusche – je nach Bild, aber teste in DT-RM, welche die Zeitfresser sind.
- Wie machst du das?
- In der Dunkelkammer: Klicke das Auge-Symbol neben dem Modul, um es auszublenden (es bleibt in der Pipeline, aber wird nicht berechnet).
- Erst beim Export: Schalte sie wieder ein. Die Modulreihenfolge ist fest, also wird es korrekt angewendet.
- Tipp: Nutze DT-RM live – ziehe Regler und schaue, wie die Timeline reagiert. Wenn ein Modul alles ausbremst, deaktiviere es.
Das spart Zeit und macht die Bearbeitung flüssiger, ohne Qualität zu verlieren.
Weitere wichtige Punkte, die du aus den Analysatoren herauslesen kannst
Die Seite geht über Benchmarks hinaus und erklärt, wie du Flaschenhälse findest. Hier die Hauptpunkte:
- Flaschenhals identifizieren (CPU vs. GPU):
- In DT-PA: Schaue die Timeline – Module mit hoher Zeit sind das Problem. Wenn viele lila (CPU) sind, ist OpenCL nicht aktiv oder die GPU zu schwach.
- In DT-RM: „OpenCL“ im Top-Bar zeigt, ob GPU läuft. Wenn nicht, aktiviere es in den Einstellungen.
- Beispiel: CPU-only Export dauert 40s, GPU 2s – prüfe Treiber (z. B. AMD ROCm vs. RustiCl).
- Tiling (Kachelung) erkennen:
- Wenn das Bild nicht in den GPU-Speicher (VRAM) passt, wird es in Kacheln zerlegt – das kostet Performance (bis 10x langsamer).
- In DT-RM: Schaue „Mem (Alloc/Global)“ – wenn nah an der Grenze, erhöhe GPU-Speicher in den Einstellungen oder weise mehr RAM zu (bei iGPU im BIOS).
- Tipp: Starte Darktable mit
darktable -d tiling, um Details zu sehen.
- Speicher- und Cache-Probleme:
- DT-RM „Cache & Memory“-Tab: Zeigt Speicherverbrauch über Zeit. Hoher RAM/VRAM-Verbrauch deutet auf Tiling hin.
- Lösung: Weniger Apps laufen lassen, „Large“ Ressourcen-Level wählen.
- Treiber-Optimierung:
- Vergleiche in DT-PA: Nutze „Compare“-Modus, um Treiber (z. B. AMD ROCm vs. RustiCl) zu testen.
- Wenn Probleme: Wechsle Treiber oder passe Einstellungen an (z. B. „Micro Nap“ für GUI-Ruckeln).
- Allgemeine Tipps:
- Starte Darktable mit Debug-Flags (
darktable -d perf -d opencl), um Rohdaten zu sehen. - Für Exports: Priorisiere GPU in den Einstellungen.
- Wenn alles stockt: Prüfe Hardware (mehr RAM/GPU) oder nutze DeepAgent für komplexe Aufgaben.
- Starte Darktable mit Debug-Flags (
Die Seite ist als Einstiegspunkt nützlich, aber für eine fundierte Performance-Analyse fehlen:
- Konkrete Benchmark-Daten
- Aktuelle Hardware-Empfehlungen
- Detailliertere technische Erklärungen
- Verlinkungen zu den erwähnten Analyse-Tools
Für eine wirklich hilfreiche Performance-Analyse sollten Nutzer zusätzlich zu den verlinkten Benchmarks und Tools greifen, die auf der Seite erwähnt aber nicht ausreichend erklärt werden.
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Letzes Update: Februar 5, 2026
