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Darktable: Dein digitaler Leuchttisch

Stell dir einen klassischen Leuchttisch in einer Dunkelkammer vor. Das Licht strahlt von unten nach oben. Ganz unten liegt dein RAW-Bild – das digitale Negativ. Es wirkt vielleicht noch flau und kontrastarm, aber es ist dein unveränderliches Fundament.
Die Folien
Jedes Modul in Darktable ist wie eine durchsichtige Folie, die du auf dieses Negativ legst:
- Eine Folie korrigiert die Belichtung.
- Eine andere bringt Farbe ins Spiel.
- Eine dritte sorgt für Schärfe.
Du blickst von oben durch diesen Stapel (Pixelpipe) hindurch. Das Original-Negativ ganz unten bleibt dabei immer unberührt.
Das Bottom-Up Prinzip
Das ist der wichtigste Unterschied zu anderen Programmen: Darktable denkt Bottom-Up (von unten nach oben).
Der Datenstrom fließt wie das Licht: Er beginnt beim RAW (unten), läuft durch die Entwicklung, dann durch die Farbe, bis hin zur Ausgabe (oben).
- Feste Physik: Die Reihenfolge der Folien ist physikalisch sinnvoll vorgegeben. Du kannst das Dach nicht decken, bevor das Fundament steht.
- Deine Freiheit: Auch wenn der Stapel fest steht, kannst du jederzeit jede Folie herausziehen, austauschen oder neu justieren.
Deine Werkzeuge
- Instanzen: Du brauchst eine Folie doppelt? Kein Problem. Lege das Belichtungs-Modul einfach ein zweites Mal (zweite Instanz) auf den Stapel – einmal für den Hintergrund, einmal für das Motiv.
- Masken: Schneide Löcher in die Folien. So wirkt eine Bearbeitung nur dort, wo du es willst (z.B. nur im Himmel).
- History: Jeder Schritt wird protokolliert. Du kannst in der Zeit zurückreisen und jeden Fehler ungeschehen machen.
Das Ergebnis: Ein Rezept
Am Ende speicherst du kein „fertiges Bild“, sondern ein Rezept. Eine Anleitung, wie das Licht durch deine Folien fallen soll. Dieses Rezept ist jederzeit reproduzierbar, anpassbar und auf andere Bilder übertragbar.
Über darktable.info
Darktable ist eine wundervolle Software, das zu Grunde liegende Konzept hast du gerade schon kennen gelernt. Um deinen weiteren Weg so leicht wie möglich zu gestalten, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche.
Viele Tutorials im Netz sind veraltet oder unnötig kompliziert. Hier lernst du nur die Werkzeuge, die du wirklich brauchst. Einfach. Ohne Frust.
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Letzes Update: Februar 7, 2026
