Januar 10, 2026
Kernkonzept
Die Pixelpipe ist die technisch festgelegte Abfolge, in der Darktable ein Bild vom RAW-Input bis zum fertigen Output berechnet.
- Richtung: Die Verarbeitung läuft strikt von unten nach oben. Das RAW-Bild startet am unteren Ende der Modulliste, und jedes aktivierte Modul legt eine neue Bearbeitungsschicht darüber.
- Visuelle Darstellung: Die Reihenfolge der Module im rechten Panel (Dunkelkammer) entspricht exakt der Reihenfolge, in der sie technisch berechnet werden.
Wichtig: Bearbeitungsreihenfolge vs. Ergebnis
Die zeitliche Reihenfolge, in der du als Nutzer die Module bedienst, hat keinen Einfluss auf das Endergebnis.
- Ob du zuerst die Belichtung einstellst und dann den Weißabgleich machst (oder umgekehrt), ist egal.
- Darktable sortiert jeden Schritt intern automatisch an den korrekten Platz in der Pixelpipe ein. Du kannst jederzeit zu einem früheren Modul springen und Werte ändern; die gesamte Pipe wird dann einfach mit den neuen Werten neu berechnet. Der Verlauf (History Stack) zeigt nur wann du etwas getan hast, nicht wie es berechnet wird.
Workflows (Szenen- vs. Anzeigebezogen)
- Scene-referred (Standard ab v3.0):
Arbeitet mit linearen Daten und ist physikalisch korrekt. Wichtige Module wie AgX stehen sehr spät in der Pipe. Dies minimiert Artefakte und maximiert die Qualität. - Display-referred (Legacy):
Der alte Workflow, der nicht-linear arbeitet (ähnlich klassischer Bildbearbeitung). Module wie die Basiskurve greifen hier sehr früh ein.
Ändern der Reihenfolge
- Es ist möglich, Module per
Drag & Dropzu verschieben. - Davon wird jedoch dringend abgeraten, außer man weiß exakt, was man tut. Die Standardreihenfolge ist optimiert (z.B. muss Demosaicing zwingend vor dem Eingabeprofil kommen). Eine Änderung verschlechtert meist die Bildqualität.

